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Scheidungskinder
Was Eltern im Trennungsfall für ihre Kinder tun können
Das Schicksal Scheidungskinder zu werden, trifft jedes Jahr mehr als 170.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland. Bis vor kurzem ging man davon aus, dass Scheidungskinder fast zwangsläufig mit Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten reagieren, die sich oft bis ins Erwachsenenalter hineinziehen. Mittlerweile ist jedoch klar, dass auch nicht jede Familie, die zusammenbleibt für eine gesunde Entwicklung förderlich ist und viel davon abhängt, wie die Eltern mit den Scheidungskindern und der Situation umgehen.
Was Scheidungskinder brauchen
Für Scheidungskinder ändert sich ihre ganze Welt, die Beziehungen zu den Eltern und anderen Familienmitgliedern wandeln sich schlagartig und auch die gewohnte häusliche Umgebung ist plötzlich nicht mehr dieselbe. Umso wichtiger sind für Scheidungskinder ein verlässliches und harmonisches Umfeld und ein Alltag mit Ritualen und Routinen. Diese äußeren Strukturen geben Orientierung und ermöglichen den Kindern, ein Gefühl von Sicherheit und Stärke zu entwickeln. Wenn Scheidungskinder mit Angst, Unsicherheit, Selbstvorwürfen und Labilität reagieren, sollten die Eltern diese Gefühle ernst nehmen und so gut wie möglich darauf eingehen.
Aus der Bindungsforschung weiß man, dass ein Kind eine Beziehung zu allen Personen aufbaut, von denen es regelmäßig umgeben ist. Deshalb ist es für Scheidungskinder ein großes Problem, wenn ihre Beziehungen einen Bruch erfahren – in erster Linie die Beziehung zu dem Elternteil, das die gemeinsame Wohnung verlässt. Kinder nicht vor die Wahl zwischen beiden Elternteilen zu stellen und sich darum zu bemühen, dass es familiäre Beziehungen so weit wie möglich weiterführen kann, ist eine enorme Entlastung für Scheidungskinder.
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