Zahnarzt-Angst: Was hilft?

Alternative Behandlungskonzepte versprechen Abhilfe

zahnarzt angstFür sechs bis zehn Prozent der Deutschen ist ein Termin beim Zahnarzt mit echter Angst verbunden. Im schlimmsten Fall geht die Angst vor dem Zahnarzt so weit, dass ein nötiger Kontrolltermin entweder immer wieder verschoben wird, oder gar nicht angetreten werden kann.

Die extreme Angst vor dem Zahnarzt-Besuch kann rational nicht begründet werden. Es ist meist nicht allein die Aussicht auf die Schmerzen, die Panik auslöst, sondern auch das Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit auf dem Behandlungsstuhl. Je nach Ausmaß der Angst gibt es verschiedene Alternativen, den Zahnarzt-Besuch doch zu ermöglichen:

1. Viele Zahnarztpraxen ergreifen Maßnahmen, um Angst-Patienten zu unterstützen:
- keine langen Wartezeiten
- Entspannungsmusik im Wartezimmer und bei der Behandlung
- kein typischer Zahnarzt-Geruch in der Praxis
- keine längeren Aufenthalte alleine im Behandlungsstuhl mit Blick auf die Instrumente

2. Manche Zahnarzt-Praxen bieten Behandlung mit Hypnose an. Dabei wird der Patient in einen Trancezustand versetzt, in dem er sich völlig entspannt. Dadurch werden auch die Schmerzen nicht mehr so stark empfunden.

3. Wenn sich die Angst vor dem Zahnarzt gar nicht anders eindämmen lässt, hilft nur noch eine Narkose. Dabei findet die Behandlung stationär statt und ein Anästhesist betreut den Patienten während der gesamten Behandlungszeit.

Es gibt Zahnarzt-Praxen, die sich besonders auf Angst-Patienten spezialisiert haben. Normalerweise sind solche Behandlungen ausschließlich Privatpatienten vorbehalten oder müssen gleich selbst bezahlt werden. Vor Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich über Erstattungsmöglichkeiten informieren. Ob die Krankenkasse bei ganz extremen Fällen von Zahnarzt-Angst zuzahlt, wird im Einzelfall geprüft.