Tattooentfernung - ein schmerzhafter Eingriff

Alle Methoden und ihre Risiken

Eine Tattooentfernung ist teuer, macht aber durchaus Sinn, wenn man mit dem Aussehen seiner Haut nicht mehr zufrieden ist. Viele Menschen lassen sich in jungen Jahren tätowieren. Später gefallen ihnen die Motive oft nicht mehr und mit zunehmendem Alter können Tattoos oft unpassend wirken. Da die Tattooentfernung ein kosmetischer Eingriff ist, der durchaus Risiken birgt, sollte man sich vor der Behandlung genau über verschiedene Entfernungsmethoden informieren und einen erfahrenen Therapeuten suchen.

Tattooentfernung mit dem Laser


Bei der Tattooentfernung mit dem Laser werden die farbenthaltenden Hautzellen der Tätowierung erhitzt und zerstört. Dies funktioniert am besten bei schwarzen Tattoos, da diese alle Wellenlängen des Lichts absorbieren. Zur Tatooentfernung sind mehrere Behandlungstermine nötig. Allerdings bleibt oft auch nach der Laserbehandlung ein grauer Schleier oder eine Narbe auf der Haut zurück. Für bunte Tätowierungen ist die Tattooentfernung mit dem Laser wenig geeignet. Viele Menschen bevorzugen die Lasermethode, weil die Behandlungsdauer in jeder Sitzung recht kurz ist und sich wenige Narben bilden. Bemängelt wurde allerdings kürzlich von ärztlicher Seite, dass bei der Tattooentfernung mit dem Laser durch die Spaltung der Farbpigmente krebserregende Stoffe freigesetzt werden können.


Tattooentfernung ohne Laser


Bei der Tattooentfernung ohne Laser wird die Oberfläche der Tätowierung mit einem Diamantschleifer (Dermabrasio), mit Hitze (Diathermie), Kälte (Kryochirurgie), Säuren oder Strom (Kauter) behandelt. Die traditionellste Methode ist die Tattooentfernung mit der Nadel. Hier wird die oberste Hautschicht geöffnet und flüssige Substanzen, wie Säuren oder Botulinumtoxin in die Lederhaut eingebracht. Mit dieser Methode lassen sich auch bunte Tattoos relativ gut entfernen und es entstehen nur wenige Narben. Allerdings muss der Therapeut bei dieser Methode tatsächlich sehr geübt sein und die Behandlung ist recht teuer und schmerzhaft. Außerdem kann nach der Behandlung ein Farbumschlag des durch Tattoos durch Oxidation eintreten.


Tattooentfernung durch Chirurgie


Sehr kleine Tattoos kann man von einem Arzt vollständig herausschneiden lassen.So verschwindet die Tätowierung auf jeden Fall – allerdings wird an ihrer Stelle immer eine deutliche Narbe zurückbleiben. Wenn der Chirurg sauber arbeitet und eine akkurate Naht setzt, kann die Narbe recht unauffällig aussfallen. Da die Tattooentfernung durch Chirurgie ein operativer Eingriff ist, kann diese Art der Behandlung teuer sein und ist für größere Tätowierungen auf jeden Fall ungeeignet.





 

Tattooentfernung mit Laser

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

zunächst vielen Dank für Ihren Artikel zum Thema Tätowierungsentfernung.
Grundsätzlich beleuchtet Ihr Artikel das Gebiet der Möglichkeiten der Tattooentfernung ganz vernünftig.
Da wir aber im Bereich der Tätowierungs-Entfernung mittels Lasertechnologie arbeiten, würden wir gern einige Punkte zu diesem Absatz kommentieren:
- Bei dem in der Haut (genau gesagt im Corium) stattfindenden Sprengeffekt werden keine Hautzellen zerstört, sondern der Gewebeverband wird quasi leicht geschäumt. Damit werden die Farbpigmente frei und zugänglich für die Lymphflüssigkeit. Die Lymphflüssigkeit transportiert die Farbpigmente dann ab.
- Falls ein von Ihnen angesprochener 'grauer Schleier' verblieben sein sollte, ist der Kunde nicht zu allen erforderlichen Behandlungen gegangen. Mit vielleicht einer weiteren Behandlung wäre auch der 'graue Schleier' verschwunden.
- Dass 'oft eine Narbe zurückbleiben' würde, weisen wir an dieser Stelle zurück. Bei korrektem Behandlungsablauf mittels Rubinlaser ist ein narbenfreies Ergebnis vorauszusagen. Dies können Sie auch auf Bildern unter www.tattooentfernung-essen.de nachschauen.
- Bei farbigen Tätowierungen müssen ggf. andere Lasertypen eingesetzt werden; grundsätzlich können aber heute alle Farben 'weggelasert' werden.
- Bei der Freisetzung der Farbpigmente können nur dann krebserregende Substanzen in das Lymphsystem gelangen, wenn der verwendete Farbstoff krebserregende Substanzen enthält. In Deutschland ist es aber seit fast 10 Jahren so, dass die benutzen Tätowierungsfarben nahezu lebensmittelecht sind.

Schöne Grüße aus Essen,
Heike Mersch (Backoffice), LASER Forum Essen