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Ohrakupunktur
Heilen mit Reflexpunkten
Das Konzept der Ohrakupunktur geht davon aus, dass es an den Ohrmuscheln eines Menschen mehr als 100 Reflexpunkte für den gesamten Körper gibt. Bei der Ohrakupunktur tastet der Therapeut zunächst das Ohr ab und kann so Veränderungen feststellen, wie etwa Rötungen. Auch wenn der Patient an einer Stelle besonders druckempfindlich ist, gilt das als Zeichen einer Störung. Behandelt wird mit Nadeln, die an den entsprechenden Stellen eingestochen werden und so die Reflexzonen stimulieren. Auch Laserstrahlen werden eingesetzt, insbesondere bei Kindern. Der Vorteil dieser Methode: Sie ist völlig schmerzfrei.
Die Ohrakupunktur gibt es noch nicht sehr lange
Die Ohrakupunktur ist nicht mit der klassischen Akupunktur zu verwechseln, bei der die Reflexpunkte am ganzen Körper mit Nadeln stimuliert werden. Entwickelt wurde die Ohrakupunktur in den 60er Jahren von Paul Nogier, einem französischen Arzt. Nach seiner Theorie sind die Reflexpunkte am Ohr folgendermaßen angeordnet: Die Form der Ohrmuschel ist der eines zusammengekauerten Embryos sehr ähnlich. Das Ohrläppchen entspricht dem Kopf, der äußere Rand der Ohrmuschel dem Rücken und den angewinkelten Beinen. Ein bekannteres Beispiel für eine Heilmethode, bei der sich alle Reflexpunkte auf nur einen Körperteil konzentrieren, ist die Fußzonenreflexmassage.
Wann hilft die Ohrakupunktur?
Die Ohrakupunktur wird vor allem bei Nerven- und Gelenkschmerzen, Erkältung, Allergien sowie bei Ess- und Konzentrationsstörungen angewendet. Der chinesische Neurochirung L.H. Wen hat außerdem eine spezielle Form des Nadelsetzens am Ohr entwickelt. Sie soll Suchkranken helfen, indem sie Entzugsschmerzen lindert und das Verlangen nach dem Suchtmittel dämpft.
Bei schweren Infektionskrankheiten, Krebs, Multipler Sklerose und Schmerzen, deren Ursache nicht bekannt ist, ist die Therapie der Ohrakupunktur nicht geeignet.
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