Homöopathische Behandlung

Heilen mit Potenzen und Globuli

Homöopathische BehandlungDie homöopathische Behandlung heilte „gleiches mit gleichem“. In der klassischen Homöopathie werden Wirkstoffe eingesetzt, die bei gesunden Menschen ähnliche Symptome auslösen wie die, die ein Kranker zeigt. Ein Beispiel: Wilder Jasmin ruft grippeähnliche Symptome hervor. Dieser Stoff ist deshalb Bestandteil vieler homöopathischer Grippemittel. Die homöopathische Behandlung beschränkt sich aber nicht auf die Verordnung bestimmter Arzneimittel. 
 
Eine homöopathische Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Krankengeschichte. Der Arzt oder Heilpraktiker befragt den Patienten nach seinen aktuellen Beschwerden, seinem Allgemeinbefinden und seiner Kranken- und Familiengeschichte.  In der Homöopathie geht man davon aus, dass vor allem chronische Krankheiten in früheren Generationen angelegt werden. Danach stellt der Arzt oder Heilpraktiker ein geeignetes Arzneimittel her.
 
Homöopathische Behandlung - was muss man dabei einnehmen?
Es gibt über 1000 homöopathische Arzneimittel. Eingenommen werden sie als Tropfen, Tabletten oder Globuli, das sind kleinen Kügelchen. Die Wirkstoffe werden mehrfach mit Wasser, Alkohol oder Milchzucker verdünnt und als Potenzen verabreicht.
Es gibt folgende Potenzen:  D-Potenzierungsreihen (verdünnt wird im Verhältnis 1 : 10,  das bedeutet ein Tropfen Wirkstoff auf neun Tropfen Verdünnungsmittel), C-Potenzierungsreihen (1 : 100) und die LM- oder Q-Reihen (1: 50 000). Die Wirkstoffe werden jedoch nicht nur verdünnt, sondern auch geschüttelt oder verrieben.  
 
Verschüttelung und Verreibung
Nach dem Verdünnen werden die Potenzen mit einer festgelegten Zahl von Schlägen verschüttelt. Man spricht bei diesem Vorgang von Dilution. Feste Stoffe werden in einem Mörser verrieben, diesen Vorgang nennt man Trituration. Häufig sind die Wirkstoffe bei einer homöopathischen Behandlung so weit verdünnt, dass sie nicht mehr nachweisbar sind. Zur Theorie der Homöopathie gehört der Grundsatz, dass durch die Potenzierung nur unerwünschte Wirkungen eines Stoffes aufgehoben werden. Durch die Verschüttelung und Verreibung wird die erwünschte Wirkung verstärkt - diese so genannte Dynamisierung ist ebenfalls essentiell für eine homöopathische Behandlung.