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Die Eiweißdiät
Abnehmwunder oder Gesundheitsgefahr?
Die Idee der Eiweißdiät geht auf die Raumfahrtforschung zurück, die in den 60er Jahren optimale Astronautenkost entwickeln wollte. Während man nach dem Verzehr von Kohlehydraten schnell wieder Hunger bekommt, muss der Körper Eiweiß in einem langwierigen und energieintensiven Prozess zerlegen. Man ist also länger satt und wenn der Körper keine Kohlehydrate zu Verfügung hat, greift er sogar auf eigene Reserven zurück, um die Eiweißverdauung zu leisten. Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe in einer Eiweißdiät zu kombinieren schien daher für Raumfahrer optimal – und gleichzeitig eine Wunderdiät. Mittlerweile weiß man allerdings, dass der Körper bei dieser einseitigen Ernährung, nicht nur Fettpölsterchen, sondern auch lebenswichtige Nährstoffreserven abbaut. Eine reine Eiweißdiät ist also gesundheitsschädlich und nicht empfehlenswert.
Moderne Varianten der Eiweißdiät
Die Atkins-Diät, die der Arzt Robert C. Atkins in den 70er Jahren entwickelte, ist eine Eiweißdiät, die auch Fett zulässt – beides in unbegrenzten Mengen - während sie Kohlehydrate komplett verbietet. Diese Art der Eiweißdiät steht allerdings in der Kritik, weil große Mengen tierischer Fette das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes erhöhen.
Die Low-Carb-Welle, die in den letzten Jahren aus den USA zu uns kam, brachte nochmals eine Neuauflage der Eiweißdiät: Diese Diätansätze reduzieren den Konsum von Kohlehydraten lediglich, bzw. verbieten nur bestimmte Kohlehydrate. Allerdings wurde in zahlreichen neueren Studien nachgewiesen, dass auch bei dieser gemäßigten Form der Eiweißdiät der Spiegel des schädlichen LDL-Cholesterins und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ansteigt. Unter Gesundheitsaspekten sollte man also vorsichtig sein bei allen Formen der Eiweißdiät.
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