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Eigenbluttherapie stärkt die Abwehrkräfte
Mit Eigenblut den Körper vor Infektionen schützen
Zur Eigenbluttherapie zählen verschiedene Heilverfahren, bei denen Patienten Blut entnommen und nach dem Zusatz eines homöopathischen Mittels oder anderen Wirkstoffs wieder zugespritzt wird. Das Verfahren beruht auf den Experimenten des englischen Arztes William Highmore, die dieser Ende des 19. Jahrhunderts durchführte. In Deutschland wurde die Eigenbluttherapie besonders von August Bier (1861-1949), einem Chirurg und Gesundheitswissenschaftler, verbreitet.
Eine Eigenbluttherapie soll das Immunsystem stärken
Die Behandlung mit Eigenblut bezeichnet man als Reiz-Reaktionstherapie. Sie beruht auf der Annahme, dass im Blut vorhandene Bestandteile und Informationen bei der Injektion eine Reaktion im Körper provozieren. So regt die Eigenbluttherapie nach Meinung vieler Heilpraktiker das Immunsystem an, soll die Abwehrkräfte des Körpers gegen Viren und Bakterien stärken und die Durchblutung fördern.
Eine Eigenbluttherapie hilft laut alternativmedizinischer Erkenntnisse gegen viele allergische Erkrankungen und Erkältungen. Auch bei Neurodermitis, Asthma oder Durchblutungsstörungen wird das Verfahren empfohlen. Oft kommt bei der Eigenbluttherapie Ozon zum Einsatz, das dem Blut durch mehrfache Injektionen beigemischt wird. Auch Sauerstoff und verschiedene homöopatische oder naturheilkundliche Mittel werden mit dem Eigenblut in den Körper zurückgeführt. Die Injektionen werden meist ein- bis dreimal pro Woche gesetzt und erfolgen über einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten.
Risiken der Eigenbluttherapie
Zu Risiken der Eigenbluttherapie gehören Unverträglichkeitsreaktionen auf die körperfremdenWirkstoffe, die dem Blut beigegeben werden. In schlimmen Fällen können durch den Eingriff Abszesse oder eine Embolie entstehen. Bei der Injektion sollte auch besonders auf die Einhaltung von Hygienestandards geachtet werden, da sonst das Risiko einer Infektion besteht und Krankheiten wie Aids oder Hepatitis durch Viren übertragen werden können.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht ist die Wirkungsweise der Behandlungsmethode zu bezweifeln und durch Studien bisher nicht belegt.Viele private Krankenkassen übernehmen jedoch weiterhin die Behandlungskosten für eine Eigenbluttherapie.
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