Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit

Demenz - eine Erkrankung des Gehirns

Demenz - hohes Lebensalter als Risikofaktor

DemenzDie Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns und betrifft Sprache, Bewegungsabläufe, Denkvermögen und Kurzzeitgedächtnis. Beeinträchtigt werden auch die Urteils- und Orientierungsfähigkeit. Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Rund 1,3 Millionen Menschen sind in Deutschland an Demenz erkrankt (prognostizierter Anstieg auf 2,6 Millionen Menschen im Jahr 2050). Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Ist der Anteil bei den 65- bis 69-Jährigen Demenzerkrankter mit 1,2 Prozent noch recht gering, sind es bei den 85- bis 89-Jährigen bereits 23,9, bei den über 90-Jährigen sogar 34,6 Prozent. Auslösen können eine Demenz unterschiedliche Veränderungen im Gehirn. Die Folgen sind eine schwindende geistige Leistungsfähigkeit und Veränderungen der Persönlichkeit (mangelndes Gefühl für Körperhygiene, Appetitlosigkeit, keine Eigeninitiative, Verschiebung Tag-Nacht-Rhythmus). Zu Beginn einer Demenz steht in der Regel eine Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses. 

Diagnose und Therapie einer Demenz

Um eine Demenz zu diagnostizieren, bedarf es eines Zusammenspiels von Spezialisten wie Psychiatern, Neurologen und Geriatern. Ergänzt werden die Untersuchungen beispielsweise des Blutes und des Nervenwassers durch Gespräche mit den Angehörigen, die die Veränderungen bei demenzerkrankten Menschen eher wahrnehmen, als der Betroffene selbst. Wichtig ist es dabei vor allem, eine mögliche Depression auszuschließen, die ähnliche Symptome zeigen kann. Zwar sind Ursachen und Formen einer Demenz bekannt, eine Heilung ist jedoch meist nicht möglich. Frühzeitig erkannt, lässt sich durch eine Kombination aus Medikamenten und einem Training des Gehirns das Fortschreiten der Demenz verlangsamen. Während Medikamente den Signalaustausch zwischen den Nervenzellen unterstützen, helfen beim Gehirntraining Psychologen, einen geregelten Tagesablauf aufrechtzuerhalten.  Eine ausgewogene Ernährung, angemessene Bewegung, kein Nikotin und möglichst kein Alkohol, können vor einer Demenz wie der Vaskulären schützen. Einen Schutz gegen Alzheimer als Form der Demenz gibt es jedoch nicht.

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