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Irisdiagnose - Alternative zur Schulmedizin?

Was die Augen über Ihre Gesundheit verraten

IrisdiagnoseDie Irisdiagnose (auch als Iridologie bekannt) ist ein Verfahren der alternativen Medizin, das zur Erkennung von Krankheiten eingesetzt wird. Diese Methode der Augendiagnose wurde Ende des 19. Jahrhunderts vom ungarischen Arzt und Homöopathen Ignaz von Péczely entwickelt. Sie beruht auf der Vorstellung, dass alle Organe durch Leitungsbahnen mit der Iris verbunden sind. Daher glauben Iridologen, dass sich Krankheiten oder Organstörungen in den Strukturen der Iris manifestieren, zum Beispiel durch Pigmentflecken, Ringe oder Streifen.

Bei der Irisdiagnose teilen Therapeuten die Iris in Segmente ein, die verschiedenen Körperteilen entsprechen sollen. Die linke Iris zeigt dabei die linke Körperseite, die rechte Iris spiegelt den Zustand der rechten Körperseite wider. Zur Untersuchung wird das Auge entweder mit einer Lupe betrachtet oder fotografiert. Je nach der Struktur der Iris schließt der Iridologe dann auf Schwächen und Krankheiten von Organen und erstellt eine umfassende Diagnose.

Die wissenschaftliche Grundlage der Irisdiagnose wird heute bezweifelt. Die Nervenbahnen im Körper kreuzen sich so, dass die linke Körperhälfte sich in der rechten Iris zeigen müsste und nicht wie bei der Irisdiagnose angenommen, auf der linken Augenseite. Strukturunterschiede wie Pigmente und Farbflecken im Auge sind normale Phänomene, auch wenn sie von Mensch zu Mensch verschieden auftreten. Zudem sind die Segmente der Iris, die bei der Irisdiagnose angeblich mit anderen Körperteilen korrespondieren sollen, willkürlich gewählt. So gibt es verschiedene „Karten“ oder Anordnungen, auf die sich Therapeuten bei der Irisdiagnose berufen.

Eine Irisdiagnose bietet also keine sichere Methode, um Krankheiten festzustellen. Deshalb sollte man eine solche Behandlung, wenn überhaupt, nur im Zusammenspiel mit einer medizinischen Untersuchung in Betracht ziehen. Da die Wirksamkeit der Irisdiagnose nicht erwiesen ist, werden die Kosten für eine solche Untersuchung von den meisten Krankenkassen nicht getragen.