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Hundeerziehung im 21. Jahrhundert
Positives Verhalten wird belohnt
In den Methoden der Hundeerziehung hat sich in den vergangenen zehn Jahren ein deutlicher Wandel vollzogen. Die Wissenschaft der Verhaltensforschung (Ethologie) ermöglicht uns ein besseres Verständnis der Tiere, und die Biologie hat die Gesetzmäßigkeiten des Lernens erforscht. „Gewaltfreie Hundeerziehung“ ist das Zauberwort für einen neuen Erziehungsstil.
Niemand muss seinen Hund mit gebrüllten Kommandos, Leinenruck, Stachelhalsband oder sogar Schlägen erziehen. Diese Starkzwangmethoden gehören der Vergangenheit an. Positiv verstärken mit Belohnungen führt schnell und dauerhaft zu einem gut erzogenen Hund. Geduld, Konsequenz und das richtige Timing bei der Hundeerziehung kann man lernen. Entweder besucht man eine gute, gewaltfreie Hundeschule oder man eignet sich das Wissen aus der mittlerweile reichhaltigen Fachliteratur an.
Der Hund als bester Freund des Menschen hat es verdient, auch als solcher behandelt zu werden. Das bedeutet aber nicht, dass man nun ins andere Extrem verfallen darf und ihm keine Grenzen mehr setzen muss. Der Mensch soll immer noch der Chef sein, aber eben ein gerechter, großzügiger und geduldiger Anführer seiner Hunde. Er bestimmt, was wann, wo und wie gemacht wird, sorgt für Nahrung und Schutz und weist dem Hund seinen Platz in der Familie zu. Und die meisten Hunde leben stressfreier und glücklicher, wenn sie die Verantwortung für ihre Menschen nicht übernehmen müssen. Das Stachelhalsband war gestern, heute erfolgt die Hundeerziehung mit Verstand und Liebe.
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